Eine brillante Pleite…机关算尽太聪明,反误了卿卿性命…

不太清楚这部作品该归类为侦探小说还是悬疑小说,但其优秀是无庸质疑的."机关算尽太聪明,反误了卿卿性命"是本作最精确的概括…

作者Rex Digger的相关资料完全找不到,万分遗憾啊…(原文是夹在我的一本笔记里面的,只有一张复印纸而已)

Eine brillante Pleite

von Rex Digger

Frank Kestner stutztet am Eingang zur Bar: Ein eleganter Fünfziger mit gewellten dunklen Haaren über silbergrauen Schläfen saβ am Tresen bei seiner Freundin Elke. Sie plauderten angeregt, lachten.

“Hallo, Frank! Darf ich dich mit Marc Bonner bekannt machen? Ein alter Freund aus dem Savoy, als ich noch jenseits der Bar wirkte…”

Bonner reichte Frank eine schmale weiche Hand – und verabschiedete sich gleichzeitig: “Geschäfte…”

“Sieht aus wie ein reicher Mann”, sagte Frank mit Blick auf die Champagnerflasche vor Elke. “Was treibt er für Geschäfte?"

“Edelsteine”, antwortete Elke Meiners. “Er stinkt vor Geld. “Sie blickte Frank fragend an. “Und was ist mit unseren Plänen?”

Frank zuckte resignierend die Schultern. “Nichts. Kein Kredit.”Er lächelte plötzlich. “Edelsteine, das wäre etwas. Reinholds Steine müβte man haben.”

“Reinhold? Wer ist das?”

“Ein Onkel”, erklärte Frank. “Er handelte früher mit Juwelen, bis er reich genug war und sich in seiner Villa am See zur Ruhe setzte. Er ist zwanzig Jahre älter als ich, Mitte Fünfzig.” Frank seufzte. “Er bewahrt sie in einem Safe auf. Seit dem Tod seiner Frau lebt er allein. Ich denke, eines Tages gehören die Steine mir, ich bin sein Erbe.” Frank zögerte, sah Elke durchdringend an. “Dieser Bonner, kennst du ihn gut?”

Sie dachten beide das gleiche, und Frank sprach es aus. “Glaubst du, Bonner kauft Steine, auch wenn ihre Herkunft unbekannt ist?”

“Von mir sicher”, antwortete Elke langsam. “Wie heiβt dein Reinhold weiter?” fragte sie beiläufig.

“Lary. Reinhold Lary…”

Als sich die Haustür der weiβen Villa überm See öffnete, erblickte Elke Meiners einen breitschultrigen Mann mit Schnauzbart, krausen Haaren und dunklem Teint.

Elke trug einen Minis und unterm Arm elne Aktentasche. Sie lächeIte. “Guten Tag, Herr Lary. Wir erstellen eine Dokumentation über den See. Möglichkeiten zur Verkehrsberuhigung und so weiter. Die Meinungen der Anlieger ist dabei ganz wichtig, Vorschläge, Klagen…”

Lary trat zur Seite: “Kommen Sie rein.” Vor der Hausbar neben dem Panoramafenster fragte er: “Was trinken Sie?”

“Was Sie auch trinken”, erwiderte Elke. Ihre Tasche lag jetzt auf dem ovalen Tisch neben ihr. Offen.

Elke nahm das Glas mit dem Martini in die linke Hand. Lary lächelte, trat sehr dicht an sle heran. Er spürte den Nadelstich in der linken Hüfte und dann nichts mehr.

Elke saβ auf der Tischkante, die langen Beine übereinandergeschIagen. Reinhold Lary saβ in einem der massiven Eichensessel, mit Handschellen an die Armlehnen gefesselt, einen Knebel im Mund.

“Ein harmloses Beruhigungsmittel”, sagte Elke. “Sie haben nur ein halbes Stündchen geschlafen. Inzwisehen hab’ ich mir das Haus angesehen und auch die Schlüssel zum Tresor gefunden. Was ich noch brauche, ist die Kombination. Ich nehme jetzt den Knebel raus. Sie wissen ja: Schreien bringt nichts.”

Lary fuhr sich mit der Zunge über die Lippen. Dann sagte er, was sie ihn könne. “Das ist doch töricht”, antwortete Elke. “Sie kriegen so lange nichts zu essen und zu trinken, bis ich die Zahlen erfahre. Ich habe das Haus lange beobachtet. Niemand kommt-und wenn doch, werde ich nicht öffnen.”

Lary überIegte eine Weile, betrachtete die rothaarige Kleine intensiv. “Du weiβt was”, sagte er. “Irgendwer hat dir was gesteckt. Vielleicht der Windhund Frank?”

Irgend jemand, den ich kenne, dachte er. Das hieβ, man würde sie fassen, wenn sie ihn am Leben lieβ. Und wer holte sich Steine im Wert von Millionen, um hinterher in den Knast zu wandern?

Als er nichts mehr sagte, stopfte sie ibm wieder den Knebel in den Mund. Es war jetzt kurz nach 16 Uhr. Frank gegenüber hatte sie mit keinem Wort angedeutet, was sie plante. Und ob sie ihn überhaupt einweihen oder das Geschäft mit Marc allein durchziehen würde, wuβte sie noch nicht.

Es dämmerte, wurde dunkel. Elke schaltete im Zimmer kein Licht an, nur in der Diele brannte eine Lampe, damit sie ins Bad und in die Küche zum Kühlschrank fand.

Die Glocke an der Haustür läutete gegen halb neun. Elke schrak zusammen. Wer konnte das sein, um diese Zeit? Sie stand auf, zog die Schuhe aus, schlich zur Haustür, in die ein Spion eingelassen war…

“Herr Frank Kesmer?”

Frank nickte. Er hatte das erwartet: Zwei Herren von der Kripo. Fast zwei Wochen war es nun her, und er hatte sich darüber nicht gewundert. Reinhold Lary bekam selten Besuch, sehr selten. Folglich hatte es lange gedauert, bis man ihn fand.

“Es geht um Ihren Onkel”, sagte der Kommissar, “Herrn Reinhold Lary. Er… ist tot.”

Natürlich ist er tot, dachte Frank. Zweifellos wuβten die Herren auch, seit wann, und sie würden ihn fragen, wo er sich aufgehalten habe. Das war kein Problem: Er hatte Elke von einer Geschäftsreise erzählt, vor 14 Tagen, und die hatte er tatsächlich unternommen und sich bei Elke seither nicht blicken lassen. Daβ er in der Zwischenzeit einmal kurz zum See gefahren war.

“Sie sind sein nächster Verwandter. Allerdings…” Der Kommissar zögerte.

“Ja?” sagte Frank.

“Nun, Herr Lary hat sein gesamtes Vermögen einer Stiftung vermacht. Aber weshalb wir eigentlich hier sind: Ihr Onkel starb auf sehr ungewöhnliche Weise- er ist verdurstet.”

“Er ist…was?” stammelte Frank.

“Ja, an einen Sessel gefesselt, und nachdem uns der Briefträger alarmiert hatte und wir das Haus öffneten, fanden wir auβer ihm noch eine Tote. Sie lag hinter der Haustür, die unmittelbar über dem Spion ein Einschuβloch aufweist. Die Frau wollte offenbar nachschauen, wer vor der Tür stand, und die Person drauβen schoβsofort, als sich das Guckloch vor der hellen Diele verdunkelte. Wahrscheinlich hielt sie den Kopf hinter der Tür für den von Herrn Lary, der…”

“Was für … eine Frau?” unterbrach Frank heiser.

“Sie hieβ Elke Meiners. Kannten Sie sie, Herr Kestner?” :

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