wenn Du diesen Brief erhältst, werde ich mich viel besser fühlen als zuvor. Nach einer guten und ruhigen Zeit verschärfte sich meine Depression – ich litt so sehr, daß ich mich nicht mehr konzentrieren konnte. Und dann die Gewissheit – die einzige die wir hatten – daß dieser Krieg noch Jahre dauern wird, war bedrückend. Petropolis gefiel mir sehr gut, aber ich hatte nicht die Bücher, die ich brauchte, und die Einsamkeit, die erst so beruhigend wirkte, fing an niederschlagend zu wirken – der Gedanke, daß mein Hauptwerk, der Balzac, nie fertig werden könnte, war sehr hart. Ich schicke Dir diese Zeilen in den letzten Stunden, Du kannst Dir nicht vorstellen, wie froh ich mich fühle, seit ich diesen Entschluß gefaßt habe. Gib den Kindern meine lieben Grüße und beklage mich nicht.
Alles Liebe und Freundschaftliche und sei guten Mutes, weißt Du doch daß ich ruhig und glücklich bin.